Pädagogische Leitlinien

Aus unserem Verständnis über das Lernen und die Möglichkeiten Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, haben wir unsere Leitlinien entwickelt, die unsere tägliche Arbeit im Forscherhaus bestimmen:

Pädagogische Leitlinien

In all unseren Einrichtungen bestimmen diese Leitlinien unsere Arbeit. Die Umsetzung findet altersspezifisch unterschiedlich Anwendung, verfolgt aber immer dasselbe Ziel:

Durch die Vermittlung von Überblickswissen sollen Kinder und Jugendliche Orientierung in der Welt und in sich selbst gewinnen und fähig werden, sich selbstbestimmt und selbstständig in dieser Welt zurechtfinden zu können.



Wenn wir die Forscherhaus-Pädagogik mit wenigen Worten zusammenfassen sollten, so kann dies am prägnantesten mit dem Begriff des Orientierenden Handelns geschehen. Dieser Begriff benennt die zentralen Schwerpunkte, die das Lernen und das Leben im Forscherhaus bestimmen, und das die beiden Forscherhaus-Grundprinzipen „Lernen in Zusammenhängen“ und „Lernen durch Erleben“ zusammenfasst.

Wenn Sie sich ausführlicher über die konkrete Umsetzung unseres pädagogischen Konzeptes informieren möchten, laden wir Sie ein, sich auf den Seiten unserer Kita, Grundschule, Gesamtschule oder des offenen Forscherhauses näher zu informieren.

Umfangreiche Informationen zu unserem pädagogischen Konzept können Sie gern auch direkt hier herunterladen.


Die Leitlinien im Einzelnen:

Zusammenhänge erleben

Lernen im Forscherhaus ist immer Erleben in Zusammenhängen. 
Unsere Welt wird zunehmend komplexer und um sie zu verstehen, werden viele Aspekte erst durch die Einordnung in einen Gesamtzusammenhang klar. Deshalb ist es in der Forscherhaus-Pädagogik zentral, zunächst Überblickswissen zu vermitteln und danach Details in diese bestehenden Zusammenhänge einzuordnen.

Jedes neue Thema wird nicht wie ein "frisches, weißes Blatt" behandelt. Stattdessen werden erarbeitetes Vorwissen und bekannte Zusammenhänge gezielt genutzt, um das Einordnen neuen Wissens in die bestehenden Strukturen zu erleichtern und so das Verstehen und Behalten zu optimieren.

Dazu ist eine ganzheitliche pädagogische und organisatorische Herangehensweise notwendig.


Lernen mit Alltagsrelevanz
„Und was bedeutet das für mich persönlich?“ Eine gute Frage wenn es um die Aneignung von Wissen geht. Warum lernen wir?

Wir lernen, um im Leben zu bestehen. Deshalb ist es notwendig, dass Lernen so gestaltet wird, dass deutlich wird, inwiefern das Gelernte im Alltag des Lernenden von Relevanz ist – also was das Kindergartenkind, die Drittklässlerin oder der Abiturient in seinem Alltag damit anfangen kann.



Im Forscherhaus bewähren sich Kinder und Jugendliche daher immer wieder in Ernstsituationen, in denen sie die Konsequenzen des eigenen Handelns bei der Anwendung des erworbenen Wissens in alltäglichen, realen Situation erleben.


Zeit & Muße
Ein ganz wesentlicher Aspekt um Zusammenhänge erleben zu können, ist ausreichend Zeit und Muße. Denn es ist notwendig, sich in Ernstsituationen, also realen Zusammenhängen, mit Phänomenen auseinander zu setzen.


Kindern und Jugendlichen muss der notwendige Zeit-Raum gegeben werden, sich intensiv mit Phänomenen und ihren Hintergründen auseinandersetzen zu können, statt lediglich Ergebnisse auswendig zu lernen.



Im Forscherhaus nehmen wir uns und geben den Kindern und Jugendlichen diese Zeit bei der Welterkundung: Zeit für jedes einzelne Kind, Zeit für persönliche Fragestellungen, Zeit für individuelle Begabungen, Zeit für Fehler und deren Analyse, Zeit für persönliche Beziehungen u.v.m.


Aktives Lernen
Wir wollen die natürliche Neugier und Lernmotivation von Kindern erhalten und fördern. Dazu soll das Lernen auch Spaß machen. Aber Kinder lernen nicht gern, wenn sie nicht wissen, wofür sie das Gelernte im Alltag brauchen. Lernen muss ein aktiver Prozess sein, an dem sie selbst beteiligt sind.



Aktiv zu werden, auszuprobieren, selbst zu erfahren, Ideen zu entwickeln, Phänomenen auf den Grund zu gehen, zu scheitern, zu überdenken, erneut zu probieren. Erst so können Kinder und Jugendliche eine klare Vorstellung über unsere Welt wie auch über sich selbst gewinnen. 
Dieses eigene Handeln ist wesentlich in der Forscherhaus-Pädagogik.


Nachhaltiges Lernen
Das Lernen zu lernen ist für uns ein wichtiger Weg zu einem nachhaltigen, lebenslangen Wissensaufbau.


Im Forscherhaus erarbeiten sich die Kinder und Jugendliche im Laufe der Jahre deshalb Strukturen und Zusammenhänge, die es ihnen ermöglichen, neue Lerninhalte in bestehendes Wissen einzuordnen, darauf zu übertragen und zu differenzieren. Mit Hilfe ausgewählter Lerntechniken, die in der Forscherhaus-Pädagogik konsequent angewendet werden, wird Wissen demnach nie isoliert, sondern immer im Gesamtkontext bereits erarbeiteten Wissens erworben. Mit der Zeit wird die Anwendung dieser Lerntechniken immer selbstverständlicher und vereinfacht dadurch das Erlernen neuer Wissensbausteine.


Deshalb ist auch eine sorgsam gestaltete Abfolge der Wissensvermittlung und eine ganzheitliche Betrachtung des Lehrplans über einzelne Fächer oder Schuljahre hinaus wichtig.


Selbststeuerung
Auch auf eigenen Füßen zu stehen, erfordert Übung, deshalb unterstützen wir im Forscherhaus Kinder und Jugendliche dabei, selbstständig und selbstgeplant zu lernen.

Um selbstgesteuert Lernen zu können, ist Partizipation notwendig, deshalb bestimmen Kinder und Jugendliche ihr Handeln im Forscherhaus mit: sie lernen, sich Ziele zu setzen, gemeinsam und in der Gruppe zu planen, zu organisieren und zu bewerten. Dadurch übernehmen sie zunehmend Verantwortung für sich und ihr Handeln.

 

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